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28. Oktober 2022
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Philippa Sigl-Glöckner

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Fachtexte

Wieso es möglichst bald eine möglichst transparente Gaspreisbremse braucht1 min Lesezeit

Phillipa Sigl-Glöckner, Leo Mühlenweg, Janek Steitz

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Die Gas-Kommission schlägt vor, für Haushalte und Gewerbe den Gaspreis für den Grundbedarf zu deckeln. Die Einführung einer solchen Gaspreisbremse ist nicht trivial, nach derzeitigem Stand benötigen die Versorger bis März 2023 zur Umsetzung. Gleichzeitig müssen die Bürger aber gut durch diesen Winter kommen. Deshalb soll es bereits eine Entlastung im Jahr 2022 geben. Dazu soll der Staat im Dezember die Abschlagszahlung für alle übernehmen. In diesem gemeinsamen Papier von uns und Fiscal Future wollten wir verstehen, wie problematisch – oder auch nicht – diese Lösung ist und kommen zu folgendem Ergebnis:

Erstens, auch mit der Gaspreisbremse gibt es weiterhin Einsparanreize. Sie birgt aber die Gefahr, einen erheblichen Teil der Haushalte mit wesentlichen Mehrbelastungen zurückzulassen. Zweitens, Haushalte sollten dringend dazu aufgefordert werden, in die derzeit für die meisten viel günstigere Grundversorgung zu wechseln. Drittens sollte die Bundesregierung eruieren, ob sie nur den jeweils günstigsten Tarif eines Versorgers in die Bremse einbezieht und Versorger dazu verpflichtet, allen Kunden Zugang zu diesem Tarif zu geben. Viertens, die Gaspreisbremse sollte so schnell wie irgend möglich greifen, da alternative Instrumente wie Abschlagszahlungen sehr viel schlechter geeignet sind und die Belastung der Preisanstiege tendenziell in den Regionen am höchsten ist, die bereits mit großen Herausforderungen zu kämpfen haben.


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